Und manche gibt`s, die tun nur so

Neulich hat mich eine Freundin gefragt, ob ich der Meinung bin, ein hartes Leben zu haben. (Sie fragte, nachdem ich einen Seufzer ausgestoßen hatte.) Ich antwortete, ohne nachzudenken, mit Ja, momentan schon. Dabei dachte ich an den Juni, in dem ich es nicht geschafft hatte, mein mir selbst gestecktes Einkommens-Ziel zu erreichen, was bedeutete, dass ich im Juli mehr arbeiten und gleichzeitig weniger ausgeben müsste. Und ich dachte an private Schwierigkeiten, die in diesem Monat größer geworden waren und die mir zusammen mit meiner Arbeit wertvolle Zeit gestohlen hatten, die ich brauche, um an meinem Opa-Projekt zu arbeiten. Weiterlesen

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Nachtrag zum letzten „Freiheits-Beitrag“

Zu meinem letzten Eintrag gab es ein paar negative Meinungen. Ich hätte in arrogantem Ton geschrieben und wäre der Meinung, meine Art zu leben wäre die einzig richtige. Ich war wie vor den Kopf gestoßen! Ich und arrogant? Ich habe überhaupt nicht gemerkt, dass ich den Text in solch einem Ton geschrieben habe! Dass er bei manchen aber so ankam, geht mir wirklich sehr nah.

Darum möchte ich heute ein paar Dinge erklären. Weiterlesen

Wie frei sind wir wirklich?

Ich war auf Mallorca und bin gerade zurückgekommen. Nein, ich war nicht im Urlaub. Sonst hätte ich eine andere Jahreszeit gewählt, eine, in der das Meer schon warm genug ist zum Baden. Ich war einfach nur so da. Weil ich vor zwei Wochen etwas Neues sehen wollte und der Flug nach Mallorca der beste war.

Da ich nicht im Urlaub war, gesellten sich zu den üblichen Fragen, die denen gestellt werden, die im Ausland waren („Wie war das Wetter?“, „Hast du das oder das gesehen?“ usw.) noch ein paar andere. Fragen wie „Wie, du hast dort gearbeitet?“ oder „Und was hast du für einen Job, dass du auf einer Insel arbeiten kannst?“  Weiterlesen

Über die Arbeit als Anfänger-Autorin

Autor zu sein klingt toll. Vor allem Buchautor zu sein ist toll. Buchautoren müssen wortgewandte Künstler sein, die so viel zu sagen haben, dass sie damit ein ganzes Buch füllen. Künstler, in denen so viel Talent steckt, dass sie nichts weiter tun müssen, als die Worte und Sätze aus sich heraussprudeln zu lassen.

Wie meine Leser wissen, schreibe ich gerade ein Buch. Und wie meine Freunde wissen, hab ich daran zwar viel Freude, aber gleichzeitig auch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Weiterlesen

Über Verantwortung, Schuld und Rechtfertigung

So sehr ich mich auch dagegen gewehrt habe, dieses Thema anzuschneiden – ich komme nicht drum herum. Es taucht immer wieder auf.

Eine Szene mit meinem Opa Werner kommt mir in den Sinn. Als er den Tatort guckte und ich spielend auf dem Teppich neben ihm saß und mich fragte, warum alle jemanden suchen, den offensichtlich sowieso keiner mag. Er hat mir erklärt, warum es wichtig ist, für seine bösen Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Ich möchte lieber nicht wissen, ob jemand aus meiner Familie Weiterlesen

10. August: Der erste Tiefpunkt

Heute wird mir der starke Gegensatz der liebevollen Briefe, die ich im letzten Beitrag beschrieben habe, zu Werners Text bewusst. Seine Beschreibungen sind ehrlich und zeigen, wie sich sein Leben damals abgespielt hat. Er schreibt rundum nüchtern, wie sich das Weltgeschehen auf sein Schicksal ausgewirkt hat.

Sehr auffällig ist, wie distanziert er alles schildert. Er schreibt nicht, wie genau er Weiterlesen