Der unterschätzte Schatz

Schreiben früher und heute – da liegt ein himmelweiter Unterschied dazwischen. Mit früher meine ich die Zeit der Federn und der Tinte und sogar noch der Schreibmaschine. Die Gedanken auf Papier bringen hatte keine übertragene Bedeutung. Papier als Mittel, den Kopf zu leeren, zu kommunizieren und Kunstwerke zu erschaffen. Ein Material, das zwar geduldig, aber leicht zu vernichten ist, so dass Weiterlesen

Hildchen wer nochmal?

Nun schreibe ich schon ganze vier Monate an diesem Blog und an meinem Buch. Immer wieder werde ich gefragt, warum ich mich für den Namen Hildchen entschieden habe und was dieser Name eigentlich zu bedeuten hat.

Zwar habe ich dazu schon einmal geschrieben. Aber bei der Fülle an Informationen, die jeder von uns jeden Tag im Internet liest, ist es kein Wunder, dass manches aussortiert oder vergessen wird. Vor allem, wenn es sich um einen kleinen Text auf einem kleinen Blog handelt. Nun kommen aber immer mal wieder ein paar Leser dazu und das „Hildchen“ geht um die Welt, wie ich in meinen Statistiken sehe (und die Liste der Länder, aus denen die Leser kommen, bereitet mir sogar mehr Freude als die Besucherzahlen). Daher will ich nochmal für Aufklärung sorgen.

Liebesobjekte und ihre Geschichten

Schöne Ideen hat wohl jeder. Nicht alle werden in die Tat umgesetzt, aber zum Glück fand diese eine ihren Weg aus den Gedanken hinein in die große weite Welt. Ich war gerührt, als ich von Silkes Blog erfuhr, der sich schönen Dingen mit besonderen Hintergründen widmet.

Ich freue mich daher sehr, dass mein Projekt nun auf ihrem Blog zu finden ist und dass die Karten meiner Oma an meinen Opa ein Teil der Sammlung geworden sind. Hier ein Auszug davon:

„Die unglaubliche Macht der Worte wird durch die Karten, die diese Nachrichten um die halbe Welt brachten, besonders deutlich. Meine Großmutter gab sie mir eines Tages zusammen mit Fotos in einer kleinen braunen Kiste. Eine Art Heiligtum waren sie mir schon immer. Weil sie uralt sind, weil sie wunderschön geschrieben sind und weil sie mir meine Oma zeigen, wie ich sie nie kennenlernte – als junges Mädchen mit Zukunftsträumen.“

Weiterlesen solltet ihr unbedingt hier!

Noch was zum Schluss

Es lohnt sich sehr, mal reinzuklicken in die schöne, lustige, rührende Sammlung von Liebesobjekten. Meine persönliche Lieblings-Liebeserklärung ist übrigens die an die Tomate, die ihr hier findet.

 

2. Station: Estland – Wem wir gedenken, den beleben wir.

Manche Orte sind so schön und strahlen einen solchen Frieden aus, dass es schwerfällt, sie wieder zu verlassen.

Die Gedenkstätte in Kohtla-Järve in Estland, die gleichzeitig auch ein Friedhof für Kriegsgefangene ist, die nicht überlebt haben, ist für mich solch ein Ort. Ein wahres Kleinod in einer tristen Gegend. Ein winziger stiller Ort, inmitten von Gebüsch und Natur. Stelen, dicht beschrieben mit Namen und Geburts- sowie Todesdaten hunderter Toter, hinter jedem Namen ein Gesicht und ein Schicksal, ähnlich wie das von Werner, nur dass die Geschichten Weiterlesen

7. August: Wer ist eigentlich dieses Hildchen?

Vielleicht fragst du dich, wer denn mit Hildchen gemeint ist, wo schon der Blog danach benannt ist. Ich bin es nicht. Ich habe den Namen auch nicht gewählt, weil es derzeit im Trend liegt, sich auf der Suche nach Vornamen in die Vergangenheit zu begeben und Babys wieder beispielsweise Hilde zu nennen, was meinem Blog sicher schon ein paar Sympathiepunkte einbringt. Die Verniedlichung wäre dann sozusagen noch das i-Tüpfelchen.

Ich möchte, dass das neue Buch, das am Ende von diesem Projekt steht, kein Tatsachenbericht wird, wie man sie haufenweise im Internet findet. Stattdessen Weiterlesen