Weihnachtsspecial: der Brief

Warum sollen die bereits Verstorbenen unter unseren Lieben eigentlich keine Weihnachtsgrüße bekommen? Wer weiß, vielleicht freuen sie sich ja auch darüber. Darum lest ihr heute etwas sehr Persönliches, das ich ausnahmsweise nicht allein geschrieben habe: Weiterlesen

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Die weitere Reise in Estland: Was mein Besuch des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers bedeutet

Neun Kilometer entfernt vom schon beschriebenen hässlichen Industriegebiet Kohtla-Järves liegt das winzige Dörfchen Ereda, das ich während meiner Reise in Estland besuchen wollte. Hier befand sich das Kriegsgefangenenlager, in dem Werner hausen musste. Hausen ist das falsche Wort, weil es sich nicht mal um ein richtiges Haus handelte, aber welches Verb eignet sich denn für Zustände, die mir noch 70 Jahre später diese eigentlich nette Gegend verübeln? Wohnen? Klingt zu sehr nach Weiterlesen

2. Station: Estland – Wem wir gedenken, den beleben wir.

Manche Orte sind so schön und strahlen einen solchen Frieden aus, dass es schwerfällt, sie wieder zu verlassen.

Die Gedenkstätte in Kohtla-Järve in Estland, die gleichzeitig auch ein Friedhof für Kriegsgefangene ist, die nicht überlebt haben, ist für mich solch ein Ort. Ein wahres Kleinod in einer tristen Gegend. Ein winziger stiller Ort, inmitten von Gebüsch und Natur. Stelen, dicht beschrieben mit Namen und Geburts- sowie Todesdaten hunderter Toter, hinter jedem Namen ein Gesicht und ein Schicksal, ähnlich wie das von Werner, nur dass die Geschichten Weiterlesen

17. August: Reise in die Vergangenheit – die Vorbereitung

Am liebsten verreise ich, wenn ich die Reise mit irgendeinem Ziel verbinden kann. So bin ich neulich zum Beispiel mal in den Süden von Spanien gefahren, um dort Leute zu treffen, die wie ich ohne Bindung an irgendeinen Ort arbeiten. Dieses Mal entstand der Plan für die nächste Reise aus dem Hildchen-Projekt. Und am Freitag geht’s schon los: Ich fahre an zwei der drei Orte, an denen mein Großvater in Gefangenschaft war: Weiterlesen

Rückblick zum 13.-15. März 2013: Der Brief an Werners Kamerad

Als Werner nach der 5-Tages-Reise nach Estland aus dem Viehwaggon stieg, war er sehr durstig. Außer einem Liter Wasser am Tag, das sich mehrere Männer teilen mussten, hatte er nichts zu trinken bekommen. Nach einem anschließenden Marsch ins Lager waren manche schon so durstig gewesen, dass sie trotz härtester Bestrafung Wasser aus Sümpfen tranken. Werner berichtet, dass er im Lager ankam und auf Willi aus Konstanz traf, der ihm eine halbe Tasse Flüssigkeit von irgendwoher zusammensuchte.

Ich habe Willi dank des Internets und seiner Ehrenmitgliedschaft in einem Fußballverein ausfindig machen können und Weiterlesen