14. August: Aufgeben kommt nicht in Frage

Gestern Abend hat es plötzlich geklickt, und die Motivation war wieder da. Ich glaube, es kam daher, dass ich vorher alles gelesen hatte, was das Internet an Berichten von Kriegsgefangenen hergibt. Es ist nicht besonders viel. Da wurde mir klar, dass mein Buch, und damit auch Werners Text, manche mit einem Teil der Geschichte bekannt machen wird, die sie bisher noch gar nicht kennen. Wenn ich recht überlege, kenne ich sie auch nur wegen des Berichts meines Großvaters. Verdrängung, Unwissenheit, oder was auch immer der Grund für dieses Nicht-Wissen ist – vielleicht öffnet sich der ein oder andere für das Thema und erfährt damit etwas Wichtiges.

Die Rechtfertigung für mein Buch habe ich damit auch gefestigt. Werner hat ein Recht darauf, seine Geschichte zu erzählen. Nur darum geht’s. Darum wünsche ich mir, dass mein Projekt, egal wie es ausgehen wird, nicht in die Kategorien „gut“ oder „schlecht“ eingeordnet wird, sondern in die Kategorie „wichtig“.

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2 Gedanken zu “14. August: Aufgeben kommt nicht in Frage

  1. Meine Oma hat auch ein solches Manuskript verfasst… Auch über ihre Kriegserlebnisse… Die Verlage reissen sich drum, aber irgendwie will sie es noch nicht hergeben. Noch liegt es nur in der Familie.

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