Rückblick zum 13.-15. März 2013: Der Brief an Werners Kamerad

Als Werner nach der 5-Tages-Reise nach Estland aus dem Viehwaggon stieg, war er sehr durstig. Außer einem Liter Wasser am Tag, das sich mehrere Männer teilen mussten, hatte er nichts zu trinken bekommen. Nach einem anschließenden Marsch ins Lager waren manche schon so durstig gewesen, dass sie trotz härtester Bestrafung Wasser aus Sümpfen tranken. Werner berichtet, dass er im Lager ankam und auf Willi aus Konstanz traf, der ihm eine halbe Tasse Flüssigkeit von irgendwoher zusammensuchte.

Ich habe Willi dank des Internets und seiner Ehrenmitgliedschaft in einem Fußballverein ausfindig machen können und ihm einen Brief geschrieben. Erhofft habe ich mir damit ein paar mehr Infos, um vielleicht die ein oder andere Lücke schließen zu können.

Zwei Tage später rief mich eine Vertraute von ihm an und sagte mir, dass Willi schon 94 und dement sei und mir daher leider keine weiteren Auskünfte geben kann.

Auch nach allen anderen Namen, die im Text erwähnt sind, habe ich gesucht. Leider ohne Erfolg. Wenn du, lieber Leser, auch einen Großvater, Vater, Bekannten oder was auch immer hast, der in Riga und/oder Ereda im Lager war, freue ich mich sehr über eine Nachricht!

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