1. August 2015: Die ersten kleinen Schritte für ein großes Projekt

Heute erscheint mir ein wunderbarer Tag für den Beginn. Erstens, weil heute der erste Tag des Monats ist, was sich immer anfühlt wie eine neue Chance, eine gute Gelegenheit, etwas zu starten, um am Ende des Monats sagen zu können, dass der Monat ein gelungener war. Zweitens, weil heute der 14. Todestag meines Großvaters ist.

Erinnerungen an den Menschen, der die nächsten Monate mein Leben bestimmen soll

Nach dem Aufwachen entdeckte ich auf dem Handy eine Nachricht meiner Tante. Seit einiger Zeit gibt es eine Familiengruppe, innerhalb derer meine Verwandten sich allerlei Unterhaltsames hin und her schicken. Heute Morgen war es ein Foto meines Großvaters, was in mir eine Flut an Emotionen hervorrief.

Ich war sehr jung, als er starb und hatte keine besonders außergewöhnliche Beziehung zu ihm. Ich liebte ihn als meinen Opa, interessierte mich aber als Kind nicht für seine Vergangenheit. Deshalb bin ich vor allem traurig, dass er nicht mehr da ist. Daneben bin ich aber auch enttäuscht und fast wütend, weil er so viel Tragisches durchmachen musste und dafür kein Gehör fand.

Hat nicht jeder schon genug von Kriegsgeschichten?

Meine Generation tut sich schwer mit dem Zweiten Weltkrieg. Die meisten sind genervt von ständigen Berichten im Fernsehen und wollen das Thema abhaken. Darüber habe ich heute einmal mehr und sehr lange nachgedacht. Könnte das dem Erfolg meines Projekts schaden? Ich erwarte nicht, einen Bestseller zu schreiben, aber wenigstens eine kleine Leserschaft zu erreichen, wäre schon gut. Wie kann ich deutlich machen, dass mein Buch nicht vom Krieg handeln wird? Denn das wird es definitiv nicht. Ich werde nicht über die Zeit meines Großvaters als Soldat schreiben, sondern über seine Zeit danach, als der Krieg vorüber war und er in Gefangenschaft geriet.

Kein Kriegsroman, sondern ein Buch darüber, wie drei Jahre voller Leid durchgestanden werden können

Nach langem Grübeln ist mir klar geworden, was ich in meinem Buch in den Fokus stellen möchte. Ich will 1. die Geschichte meines Opas erzählen, wie sie war, und 2. darstellen, wie er es geschafft hat, alle Herausforderungen zu bestehen und weitgehend unbeschadet aus der Kriegsgefangenschaft zurück nach Hause zu kommen. Wie genau das aussehen wird, wird sich zeigen.

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